Benjamin Weiss

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Benjamin Weiss

Evolutionäre Ökologie
Institut für Organismische und Molekulare Evolutionsbiologie
Hanns-Dieter-Hüsch-Weg 15
55128 Mainz

phone: +49 - (0) 6131 - 39 24424
fax: +49 - (0) 6131 - 39 23731

bweiss01@uni-mainz.de

 

Methoden und Forschungsintressen

Zu meinen Aufgaben gehört die Betreuung des Servicebereiches Histologie. Unser Labor ist speziell auf die Bearbeitung von Insektenmaterial ausgerichtet und bietet unseren Wissenschaftlern ein breites Spektrum an Methoden. Das Labor verfügt über alle für die Histotechnik notwendigen Instrumente, mikroskopische Technik für Licht-, Differentialinterferenzkontrast- und Fluoreszenzmikroskopie sowie 3D-Rekonstruktionssoftware. Die Leistungen des histologischen Labors stehen allen Mitarbeitern der “Evolutionären Ökologie” zur Verfügung, sind aber auch Teil zahlreicher nationaler und internationaler Kooperationen.

Interaktionen zwischen Insekten und mikrobiellen Symbionten sind in der Natur sehr häufig anzutreffen. Ein grundlegender Teil unserer Forschung ist es, diese Symbiosen zu lokalisieren, mittels molekularer Methoden zu charakterisieren und ihre Funktionen zu verstehen. Symbionten können auf verschiedene Weisen an ganz unterschiedlichen Orten im Insektenkörper lokalisiert sein. So können diese beispielsweise auf der Insektenoberfläche, in Invaginationen, frei im Darm oder in speziellen Organen, sogenannten Bakteriomen, beherbergt sein. Eine wichtige Methode zur Ortung und Beschreibung dieser Strukturen ist die Histologie. Dafür werden die Insekten in Wachs- oder Kunststoffblöcke eingebettet, aus denen Schnitte mit einer Dicke von wenigen Mikrometern angefertigt werden können. Diese dünnen Schnitte dienen uns als Grundlage verschiedener mikroskopsicher Analysen.

In unserem Arbeitsgebiet dient uns die Histologie zur:

  • Lokalisierung der Symbionten im Insekt
  • Beschreibung der Morphologie der Symbionten
  • Beschreibung der Morphologie spezieller symbiotischer Organe
  • RNA-spezifische Detektion von Symbionten mittels FISH
  • Visualisierung und Darstellung der Insektenmorphologie durch 3D-Rekonstruktionen

Zum Leistungsspektrum unseres Histologielabors gehören:

  • Einbettung in Paraffin, Technovit, Methacrylate, Paraffin-Methacrylat und Epoxidharz
  • Herstellung histologischer Schnitte mit Einmalklingen, Glas- und Diamantmessern
  • Verschiedenste lichtmikroskopische Färbemethoden
  • Histochemische Nachweise
  • Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierungen (FISH)
  • Whole mount-Färbungen und Hybridisierungen
  • 3D-Rekonstruktionen aus Schnittserien
Bakteriome von Dasytes virens. Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung auf Semidünnschnitt aus Technovit 8100 (5 µm). DAPI (blau), spezifische Bakteriensonde (grün), Autofluoreszenz (rot). Bienenwolfantenne, whole mount-Fluoreszenz.
Die Antenne wurde in Butylmethacrylat eingebettet, sagittal angeschnitten und mit Xylol aus dem Einbettmedium herausgelöst. Autofluoreszenz (Anregung mit 581und 675 nm).
Querschnitt durch den Thorax von Dasytes virens Einbettung in Epoxy Resin, Schnittdicke 1 µm, Toluidinblau-Pyronin-Färbung.